Schon als wir am 23.06.02 mit dem Bus nach Harlingen gefahren sind, wurde die Arbeit für den nächsten Tag eingeteilt (Brötchen holen, Frühstück machen, kleiner Imbiss/ großer Imbiss, einkaufen, Abendessen machen und natürlich sauber machen). Auf dem Schiff wurde die Arbeit immer abends eingeteilt.
In Harlingen und auf Terschelling war der Bäcker sehr nah dran. Aber auf Vlieland und einer Stadt am Ijsselmeer war der Bäcker zu weit weg. Da haben wir uns die Brötchen bringen lassen. Wenn man sich für Brötchenholen eingetragen hat, musste man gleichzeitig Frühstück machen. Und auch nachher das schmutzige Geschirr und Besteck spülen. Dafür war der
"Saubermachdienst" nicht verantwortlich. Da es nur auf "wirklich" großen Schiffen eine Spülmaschine gibt, mussten wir alles mit der Hand spülen. Spülen war die anstrengendste Arbeit, die es auf dem Schiff gab.
Wir haben zu Mittag nie etwas Warmes gegessen, wie es wahrscheinlich die meisten von zu Hause kannten. Das Imbissteam hat Brote, Obst und Gemüse zubereitet. Das hat eigentlich gereicht. Wenn man noch Hunger hatte, wurden noch mehr Brote gemacht oder man konnte sich noch etwas in der Stadt kaufen, wenn wir nicht gerade auf dem Meer waren. Am ersten Tag mussten wir am meisten einkaufen. Wir hatten ja nichts, außer ein paar Erbsen und anderen Gemüsesorten. Am meisten haben Vla gekauft. 10 Liter in 5 Stunden war unser Rekord. Jeden Tag mussten wir so viel kaufen. Die Einkaufswagen waren jeden Tag voll. Aber nicht nur von Vla. Auch von anderen Lebensmitteln. In Kisten haben wir immer massenweise alles zum Schiff transportiert.
Zum Abendessen haben wir dann immer etwas Warmes gegessen. Das haben wir immer selber gekocht. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Bis auf das Abspülen. Das hat natürlich keinen Spaß gemacht. Aber das muss ja auch sein. Unsere Lehrer haben sogar einen Bericht in die Zeitung stellen lassen, weil uns die Rezepte ausgegangen sind. Wir haben auch ein paar von denen gekocht. Fast alle Gerichte haben geschmeckt. Aber es kann ja auch nicht alles schmecken.

Zuletzt noch zum Saubermachen. Ich selbst musste nicht sauber machen. Dazu gehörte u.a. Kloputzen. Das wollte am Anfang keiner machen. Aber als die, die am ersten Tag die drei Klos saubermachen mussten, sagten, dass das nicht sehr schlimm wäre und nicht besonders ekelig. Da haben sich an den nächsten mehrere zum saubermachen gemeldet. Und die haben auch gesagt, das es wirklich nicht sehr schlimm ist.
Trotz der vielen Arbeit, die es gab, hat das Segeln sehr viel Spaß gemacht.
Arbeit auf dem Schiff