Mit der Josina Elisabeth auf Klassenfahrt - IJsselmeer und Waddenzee

Herausgeber: Karl-Heinz Czierpka

Segeltörn als Klassenfahrt

Dies ist der Reisebericht der Klasse 7b der Europaschule Dortmund, die mir ihren beiden Klassenleitern (Im Klartext: Mit Frank Grabowski und mir!) einen Segeltörn unternahm und darüber täglich Berichte im Internet veröffentlichte. Als weibliche Begleitperson mit der Lizenz zum Schwimmen war Katja Fischer mit an Bord. Die Schülerinnen und Schüler haben viele dieser Seiten selbst programmiert (HTML-Kurse machen´s möglich) und auch viele Texte selbst verfasst. Es gab eine ganze Reihe von Veranstaltungen zur Vorbreitungen auf diese Klassenfahrt - vom Knoten lernen bis hin zum ersten Kontakt mit Wind und Wellen beim Jollensegeln auf der Möhne. Natürlich standen IJsselmeer und Waddenzee auch im regulären Erdkunde-Unterricht (Teil es GL-Unterrichtes) eine Zeitlang im Vordergrund, im NW-Bereich verdrängte das Ökosystem Wattenmeer eine Weile den im Curriculum vorgesehenen Stoff (Für beide Fächer war ich verantwortlich) und auch das Problem "Navigation" hatte die hohe Lehrplankommission nicht vorgesehen.


Wir - nach der stürmischen Rückkehr im Hafen von Harlingen

Auch im Deutschunterricht stand Wasser in vielfältiger Ausprägung im Vordergrund - alle erinnern sich noch gern an den erfolgreichen Balladenabend (unter www.wir-sind-eine-klasse.de), als Pierre uns weis machen wollte, er sei tatsächlich über Rungholt gefahren und ich mich breit schlagen ließ, die Schwalbe über die Eriesee fliegen zu lassen - Frank Grabowski hatte hier alle Register eines Deutsch-Lehrers gezogen....

Kam überzeugend ´rüber - Rungholt-Fahrer Pierre

Natürlich mussten auch so profane Dinge wie ein Menüplan erstellt werden: Was können wir mit den beschränkten Möglichkeiten auf See - kein Pizza-Taxi in der Nähe, Mc Donnalds weit weg, keine Mama, Oma, nur wir, aber hungrig - gegen das beständige Knurren in der Magengegend machen? Für uns Lehrer ein interessanter Blick in das Zuhause unserer Schüler. Das gemeinsame Kochen scheint aus dem Aktivitätsprogramm vieler Familien gestrichen, wie sich später heraus stellte ist selbst das Schneiden einer Zwiebel eine anscheinend aussterbende Kulturtechnik!


Da haben sie noch gelacht - Balladenabend

Alles in allem hat die Klassenfahrt und ihre Vorbereitung das Schul-Leben der 7b ein Jahr lang geprägt, ein vergnügliches und lehrreiches Jahr, das viele Kinder geprägt hat. Indiz: Als es um die Fahrt in der 10. Klasse ging, stand völlig außer Frage, dass es wieder ein Segeltörn werden würde. Obwohl Berlin und andere attraktive Ziele zur Diskussion standen, mit großer Mehrheit wurde 2005 ein zweiter Segeltörn unternommen. Und auch dieser - statt lieber Kinder standen diesmal Jugendliche in schwieriger Lebensphase auf der Crewliste - wurde ein ebenso schöner Erfolg. Auch über die Storebaelt-Fahrt gibt es einen Bericht - aber erst einmal steht ja nun der Törn auf der Josina Elisabeth im Vordergrund.


Segeln - wie funktioniert das? Jollensegeln mit der ADAC-Yachtschule Möhnesee

Nicht alles haben wir mit Bordmitteln geregelt: Außerschulischer Partner war zum Beispiel die ADAC-Yachtschule Udo Rahmann - meine Ausbildungsstätte in Sachen Seemannschaft. Karin Rahmann zeigte sich von Beginn an begeistert von der Idee, den wilden Haufen der 7b bei der Vorbereitung zu unterstützen. Ob es um Tipps ging oder einfach nur um viele Tampen zum Knoten üben oder eben um einen Nachmittag auf der Möhne - die Yachtschule in Gestalt von Karin und Udo Rahmann hat uns sehr gut unterstützt! Auch die rüstigen Senioren von ZWAR (ZWAR: ZWischen Arbeit und Ruhestand) haben uns unterstützt, denn sie zeigten uns stolz ihr Schiff, die Vertrouwen. Es liegt über den Winter im Dortmunder Hafen und ist ebenfalls ein Plattbodenschiff wie die Josina Elisabeth.

Mit Spannung erwartet wurde bei den Eltern das tägliche Newsletter von Bord mit ersten Bildern und Texten der Kinder - mit der gleichen Spannung wurde abends die tägliche Email-Flut aus der Heimat gelesen. Und täglich wurde Tagebuch geführt - auch diese Texte sind hier nachzulesen! Natürlich berichtete auch die Dortmunder Presse über unsere Fahrt und veröffentlichte sogar unseren Hilferuf - Mayday, wir wissen nicht was wir kochen sollen - viele Leser antworteten uns.

Kurzer, eigentlich selbstverständlicher Hinweis:
Meine Reiseberichte erheben
keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität. Es sind meine völlig subjektiven Urlaubserinnerungen, die ich für mich aufschreibe und die ich allen zugänglich mache. Der Bericht ersetzt auf keinen Fall das genaue Studium des aktuellen Kartenmaterials, der Gezeitentabelle und der einschlägigen Veröffentlichungen! Es gelten die im Impressum aufgeführten Grundsätze. Das gilt auch für diesen gemeinsamen Bericht über die Klassenfahrt. Weitere Informationen über die vielfältigen Aktivitäten der Klasse gibt es unter der Internet-Site der Klasse www.wir-sind-eine-klasse.de

Und nun viel Spaß,

Karl-Heinz Czierpka

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