Sommertörn 2005 - Niederlande Nord-West

Randmeere, Vecht, Oude Rijn, Noordhollandsch-Kanaal
Utrecht, Katwijk, Haarlem, Amsterdam, Den Helder, Cape Holland

Bericht von Karl-Heinz Czierpka

Etappe 1: Von Rünthe nach Friesland

Dieser Bericht beschreibt die 1. von 9 Etappen des Sommertörns 2005. Sie führt vom Ruhrgebiet über die westdeutschen Kanäle, Rhein und IJssel nach Kampen mit einem Abstecher nach Giethorn und Marknesse. Die anderen Etappen sind hier zu erreichen!

Die Hinfahrt erfolgt auf dem schnellen und erprobten Weg über DHK, DEK, WDK und Rhein und IJssel. Insgesamt 377 km bis Giethorn und Marknesse, wo letzte Arbeiten am Boot verrichtet werden sollen. 12 Schleusen müssen insgesamr passiert werden, 29 Stunden ist der Betriebsstundenzähler am Ende weiter gelaufen, dabei habe ich mich (Diesel ist teuer!) im günstigen Drehzahlenbereich gehalten. 13 Kilometer pro Stunde sind dafür als Schnitt natürlich eine exellente Kilometerausbeute - aber da haben Rhein und IJssel auch kräftig mitgeschoben. Der Verbrauch liegt in dieser Etappe bei 4,8 Liter pro Stunde, für ein 9-Meter Boot ein anständiger Wert, oder?

Wir laufen aus! Ich wende im engen Becken (Wenden auf engstem Raum - haben wir doch gelernt) -Passanten staunen dann immer, dass sich so ein Boot wenden lässt ohne dass man das Ruder berührt, fast magisch wie es sich dreht - die Kenntnis des Radeffektes gehört ja nun nicht zum Allgemeinwissen! Langsam geht es mit Schleichfahrt durch den Hafen, vorbei an den anderen Schiffen in Richtung Ausfahrt. Voraus das "Achterdeck", beliebte Kneipe mit schönem Sitzplatz mitten drin, heute bei dichter Bewölkung und angesagtem Regen sind alle Plätze leer.

Die Hafenausfahrt - Blick nach achtern auf den Kanal - alles frei - langsam gleitet die Tremonia auf den Datteln-Hamm-Kanal hinaus. "Auf Wiedersehen" wünschen den Schilder an der Hafenausfahrt - das wird jetzt allerdings ein paar Wochen dauern...

Letzter Blick zurück auf die Marina, dann sind wir unterwegs, die Tremonia und ich, denn das erste Stück geht es wieder Einhand: Ute kommt erst in einer Woche nach. Vor uns liegt der Datteln-Hamm-Kanal DHK, danach geht es über den Wesel-Datteln-Kanal WDK nach Wesel (wohin sonst?) und anschließend Rhein und IJssel stromab. Am Montag werde ich in Giethorn erwartet, der Zeilmaker hat für die Tremonia ein neues Verdeck geschneidert, das alte war damals falsch montiert worden und hatte sich daher verzogen. Anschließend geht es noch einmal auf Stippvisite in die Werft, einige Kleinigkeiten im Rahmen der Werksgarantie müssen noch erledigt werden.

Trauriger Anblick - auf dem Achenbach-Gelände ist der große Förderturm in der letzten Woche gesprengt worden, Bagger und Raupen sind dabei, die Trümmer zu verladen. Hoffentlich kann der Doppelbock stehen bleiben, irgendwie sollte man doch noch sehen, womit hier früher Geld verdient wurde.

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