Mit der Store Baelt durch die Waddenzee

Kapitel 2: Der große und der kleine Hunger

Schnell sind wir aus dem Hexenkessel heraus und versuchen es unten herum. Werden wir genug Wasser unter dem Kiel haben? Die Storebaelt ist schließlich ein Schiff für die hohe See und kein flaches Plattbodenschiff für Watt und Kanäle. Vorsichtig tastet sich das Schiff an die kritischen Stellen. Alles wartet gespannt. Und dann passiert es, plötzlich ein Ruck, wir sitzen im Schlamm. Blitzschnell gehen die Segel runter, für den zweiten Tag eine echte Meisterleistung. Hätten wir da länger gebraucht, wäre das Schiff durch den Wind schnell weiter auf die Sandbank gedrückt worden und wir hätten für viele Stunden hier festgesessen. Erst die nächste Flut hätte uns wieder flott gemacht.

So kann Heine sein Boot mit dem Motor aus der misslichen Lage befreien und wir suchen weiter nach einer Passage. Lange Rede kurzer Sinn: Wir schaffen es, mehrere Male noch stecken wir fest, jedesmal kommen wir aber wieder frei. Es wird später Abend und in der Dunkelheit (es ist ja erst Mai, wer legt eigentlich Klassenfahrten auf solch frühe Termine im Jahr?) nähern wir uns Ameland. Wobei das Wetter diesmal wirklich nicht unser Freund ist. Es regnet stark, der Wind tut ein übrigens und so werden die letzten Seemeilen zum anstrengenden Tonnensuchen. Mit großen Scheinwerfern wird das Wasser ausgeleuchtet und viele Augen halten Ausschau nach den wichtigen Wegweisern in der untiefen Wasserwüste. Die meisten Schüler haben sich wegen des Wetters unter Deck verzogen und sind später erstaunt über das, was ihnen von oben erzählt wird.

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