Mit der Store Baelt durch die Waddenzee

Kapitel 4: Der letzte Schlag

Vorsichtig steigt Annika über das Schanzkleid - unter ihr gurgelt die Bugwelle, bei soviel Wind und den entsprechenden Schiffsbewegungen braucht man da schon einiges an Überwindung, sich dem großmaschigen Klüvernetz anzuvertrauen, drei Meter unter sich schäumende Gischt und tiefes Rauschen!

Und sie macht sich gleich an die Arbeit und packt das große Klüversegel aus. Damit liegt das Schiff wieder besser am Wind, denn wenn nur der Besan gesetzt ist, hat der Wind hinten logischer Weise mehr Angriffsfläche und dreht das Schiff (in Richtung Wind, also nach Luv, man spricht dann von luvgierig) und der Skipper muss ständig gegensteuern. Der Klüver gibt dem Wind nun ganz vorn eine weitere Angriffsfläche und dadurch entfällt das Gegensteuern - das Schiff wird schneller, unabhängig von der Erhöhung der Segelfläche, die natürlich auch ihren Beitrag zu einer höheren Geschwindigkeit liefert.

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