Emsland, Friesland, Saterland - en een beetje Provincie Groningen - Sommertörn 2007

Etappe 11: Das Oosterdiep - Von Veendam nach Stadskanaal

Und so richtig umweltfreundlich - gut, dass es damals noch keine EU-Feinstaubrichtlinien gab, die Brüsseler Bürokraten hätten doch glatt den gesamten Bahnverkehr in Europa lahmgelegt. So aber kann man noch einmal tief Luft holen, dieser unnachahmliche Geruch einer Dampflok, das heiße Öl, der Geruch aus der Feuerbüchse - wunderbar. Da kommen Erinnerungen an die Kindheit auf, ich habe ja - Gnade der frühen Geburt - die letzten Jahre der Dampflok noch mitbekommen, diese zischenden Giganten, 01, 03, die alte 38 und die 78, die alle den Dortmunder Hauptbahnhof anliefen, die schweren Güterzugloks 44 und 50 oft in Doppeltraktion vor den Kohlenzügen und die 55er und 56er, die mit der 94 in Dortmund schweren Rangierdienst leisteten - Dortmunder Feld, Ablaufberg - und auch den einen oder anderen Übergabezug bespannten, meine Fahrten auf verschiedenen Führerständen - alles vorbei.

Aber mit diesem Geruch kommen auch die alten Erinnerungen an meine Zeit als Eisenbahn- und vor allem Dampflokfan wieder hoch. Ich bin an der Lok entlang gegangen, als sie vor dem Bahnübergang halten musste. Die Wasserpumpe nuckelte, überall zischte und knackte es, dann ging die Luftpumpe los - Maschinen mit Leben, mit Seele, gute alte Dampflok, die Zeit ist halt darüber hinweggegangen. Mit einer solchen Lok, Baureihe 50, bin ich einmal auf dem Führerstand von Rheine nach Dortmund gefahren, ein langer Güter-Zug, war ein echtes Erlebnis - vorbei, so etwas kommt nie wieder.

Heute lebt sie weiter, in solchen Museumsbahnen. Dann ist der Bahnübergang gesichert und der kurze Zug rollt langsam weiter, weiter geht es bis nach Veendam und dann heißt es wieder Pause, eine Woche, bis zum nächsten Sonntag, da fährt sie wieder, von Veendam nach Musselkanaal und zurück, die kleine Museumseisenbahn längs der Kanäle.

Außer mir waren noch einige andere ganz aufgeregt - die Zossen entlang der Strecke haben das Dampfross mit großer Freude begrüßt. Überall auf den Weiden lautes Gewieher und dann....

...im wilden Lauf hinter dem Stahlross her, gerne auch zu mehreren. Dieser hier hat sozusagen einen Platz in der ersten Reihe, seine Weide liegt direkt an der Strecke und er hat sich ein Rennen mit dem Zug geliefert (und natürlich gewonnen). Er ist mächtig stolz darauf, schüttelt seinen großen Kopf, scharrt wild mit den Vorderhufen und wiehert den eisernen Konkurrenten provozierend an - eindeutiges Angebot - Angebot zur Revanche am nächsten Sonntag.

Wer die Landkarte kennt - tja der weiß, dass es nun über bekannte und in diesem Bericht schon beschriebene Wasserstraßen zurück geht. Musselkanaal, Ter Apel-Kanaal und dann über den Haren-Rütenbrock-Kanal zurück nach Haren - schenken wir uns, habe ich alles schon beschrieben und euch immer das eine oder andere Bild der Rückfahrt mit untergejubelt - entschuldigung - aber so ist das eben. Interessant wird es erst wieder ab Haren - da geht es nämlich in Richtung Norden, und wer auch da mitwill, klickt mal eben!

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