Zwischendurch wird auch noch der Service durchgeführt - unter den strengen Blicken des sachkundigen Fachpublikums wird hier die Brücke abgeschmiert. Fett hilft immer, einige der Teile quietschen wirklich zum Gotterbarmen. Aber man tut ja was dagegen. Die Bereiche, in die die Brücken schwenken sind durch Dalben geschützt, und dahinter hat sich eine bunte Gesellschaft angesiedelt: Die gelbe Teichrose, Pfeilkraut und viele andere schöne Wasserpflanzen, die sich an anderen Stellen nicht halten können, haben hier einen ungestörten Rückzugsraum erobert.

Alles die klassischen Veendörfer - sie ziehen sich am Kanal entlang, in der Regel nur eine Reihe Bebauung, hier links Wohn- und Geschäftshäuser - dahinter schon die Felder und Wiesen. Und auf der rechten Seite Höfe - große und kleine Bauerngehöfte - und dazwischen der Kanal und die vielen vielen Brücken. Und Schiffe liegen am Kanal, denn durch die Torfschifffahrt entstand hier, wie in den anderen Turf- oder Torfgebieten auch, schnell ein florierendes Gewerbe. Die Binnenschiffer transportierten den Torf, brachten andere Güter auf der Rückfahrt mit und so entstand ein einträgliches Geschäft, das weitere Gewerbe nach sich zog. Werften, Segelmacher usw. siedelten sich an, Grundstock für einen gewissen Wohlstand in der Region.

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