Der Wind treibt dicke Wolken heran, immer wieder geht ein Platzregen nieder, es prasselt und schüttet wie blöde, die Scheibenwischer sind machtlos. Zum Glück dauern solche Schauer nur wenige Minuten, dann ist, wie abgedreht, plötzlich Schluss.

Bolsward ist für uns Startpunkt der ersten Zwei-Meter-Fünfzig-Route - ein kleines gemütliches Städtchen mit viel Flair und Atmosphäre. Die alte Hansestadt hatte früher über die Middelzee direkten Zugang zum Meer - Versandungen und erste Eindeichungen führten dazu, dass der Seehafen im 13. Jhdt. zu einem Binnenhafen wurde.
Die Stadt hat viel getan: Kwaliteitsimpuls 2006 Hanzestad Bolsward - Projekt der EU und Het Samenwerkingsverband Noord-Nederland und der Stichting Recreatievaart Nederland - toller Titel aber wichtig: Man kann in Bolsward sehr gut festmachen, die Kaden sind zum großen Teil mit 220V versorgt, Wasser gibt es am Extra-Steg, das Sanitärgebäude macht einen gepflegten Eindruck. Entprechend viel Betrieb ist im Hafen am Kruiswater.

Aber, das alles macht sich auch an den Liegegebühren bemerkbar: Mit elf Euro für die 9 Meter der Finally lag Bolsward an der Spitze - allerdings sind Strom und Wasser und Brückenbedienung in Bolsward kostenlos (Duschen, Waschen, Trocknen auch), also eigentlich kann man nicht meckern.

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