
Etappe 1: Von Sneek nach Harlingen über Witmarsumer Vaart und Harnzer Feart via IJlst, Bolsward, Arum und Kimswerd
Am Hafen ist immer was los, vor allem freitags, möglichst am späten Nachmittag, wenn die Braune Flotte einläuft. Dann ist der Chinese (über den Rundbögen) sicher die erste Adresse: Gute Küche, miserabler Service aber ein klasse Ort um dem Treiben im Hafen zuzusehen. Alles ist ein paar Euro teurer als bei den anderen Asiaten im Ort, doch das kann sich lohnen. Im Kontrollturm sitzen die Brückenwächter und steuern die verschiedenen Klapp- und Drehbrücken rund um das Hafenbecken. Das Bild entstand an einem Montag gegen Mittag - da sind die Segler schon fast alle wieder unterwegs und Ruhe ist eingekehrt.
Und so sieht der Blick vom Chinesen aus, an einem Sonntag gegen Abend. Wie man unschwer erkennt, liegt gegenüber eine andere Harlinger Institution: Poffertjeskraam - ebenfalls mit genialem Blick aufs Wasser!
Wir sitzen im Poffertje-Hus und verspeisen die holländische Antwort auf italienisches Flachgeback: Pannekoeken. Auch eine gute Adresse für den Blick aus der ersten Reihe und für den leeren Magen bei Ebbe in der Reisekasse, denn für unter acht Euro wird man hier (links Spek en Kaas, rechts klassisch Appel en Kaneel) pappsatt, dazu ein Kopje Koffie und der Tag ist gerettet!

Und natürlich muss man eine Nase (oder zwei) vom herrlichen Duft nehmen, den der Wind übers Watt mitbringt - Blick auf das Fahrwasser nach Terschelling und Vlieland, der immer noch kräftige Wind zaubert weiße Gischkronen auf die Wellen und sorgt für den unnachahmlichen Salzgeruch in der Luft. Möwen kreischen und zwischendurch gibt es auch noch andere Töne auf die Ohren, wenn nämlich die Fähren manövrieren und mit "drei Kurzen" unüberhörbar kundtun, dass die Maschine nun rückwärts läuft - einfach eine tolle Atmosphäre hier im Hafen der alten Hansestadt Harlingen, Seestadt bleibt eben Seestadt und ein Meer ist durch nichts zu ersetzen!