In Sneek und um Sneek und um Sneek herum
Wichtiger als das Wohlfühlen aber ist das Umgehen mit dem neuen Boot, also das Fahren, das Manövrieren. Daher geht es raus aufs Sneeker Meer, ich lege mich an einen Steg mit ablandigem Wind und fahre Anlegemanöver, immer und immer wieder. In zwei Wochen will ich das Boot nach Hause holen, Einhand - dann muss das klappen, bis dahin muss alles "sitzen". Und was habe ich meinen Schülern immer eingebleut: Übung macht den Meister - nur dass mir das Üben hier einen irren Spaß bereitet, ob das bei meinen Schülern immer so der Fall war? Egal, zwei Tage lang wird hart gearbeitet: Eindampfen in die Vorspring und Ablegen mit der Achterspring, wo genau müssen die Fender platztiert werden damit es keine Macken gibt? Dann Anlegen mit dem Heck, Anlegen in eine Lücke - dazu markiere ich mir Stegabschnitte mit Fendern und fahre im rechten Winkel an. Die fantastischen Manövriereigentschaften der Barkas machen das zu einem echten Spaß. Hart Ruder, ein Gasstoß und schon liegt sie am Steg - meistens jedenfalls - Mensch, da hat die Werft nicht zu viel versprochen!

Ich übernachte auf dem Sneeker Meer das jetzt wieder Snitser Mar heißt und die Morgensonne flutet durch das Boot, die hellen Vorhänge machen sich wirklich gut.

Durch das große Oberlicht ist auch die Kajüte in der Pik hell und luftig, fünf Bullaugen tragen ihren Teil dazu bei - alle lassen sich öffnen und mit Fliegengittern versehen. An Backbord gibt es ein langes Bücherregal und an Steuerbord haben wir uns einen Schrank einbauen lassen. Noch ist alles leer und öde, das wird sich ändern. Bald wird das alltägliche Bootschaos auch hier Einzug halten - ich kann es kaum erwarten!

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