Brücken? Ich liebe Brücken!

Etappe 1: Von Henrichenburg nach Sneek

Und dann auch noch die große Rheinbrücke - sie überspannt den Niederrhein bei Stromkilometer 838,65 und verbindet Rees mit Kalkar auf der anderen Rheinseite. Die "zweihüftige Schrägseilbrücke" - es gibt ja Ausdrücke! - ist immerhin fast einen Kilometer lang, 1967 wurde sie eingeweiht. Die Pylonstiele stehen auf mächtigen Strompfeilern und ragen fast 50 Meter in die Höhe. Ein wuchtiges Bauwerk das dennoch sehr filigran wirkt. Beim Bau kam es zu einem Unfall - zum Glück lief er glimpflich ab: Die Brücke entstand im freien Vorbau und beim Abbau von Hilfsstützen stürzte ein 95m langes Vorbauteil ab - ein halbes Jahr verzögerte sich dadurch die Fertigstellung, sonst passierte nichts. Schwein gehabt!

Ja, und da ist es - schon mehrfach beschrieben und immer wieder ein schöner Anblick - hier sollte einst Plutonium erbrütet werden, das i-Tüpfelchen des deutschen Kernkraftsystems. Völlig unsinnig denn es gibt Uran genug auf dem Weltmarkt, aber die Möglichkeit mehr Brennstoff zu erbrüten als man einsetzte und dabei auch noch Energie zu gewinnen schien so geil, da konnte man einfach nicht Nein sagen. Ein natriumgekühlter schneller Brüter sollte es werden, zum Glück ging er nie in Betrieb und kann heute als Freizeitpark genutzt werden. Fällt mir nur wieder Fukushima ein und der Wahnsinn, einen Reaktor mit Natrium zu kühlen: Wenn man da mit Wasser notkühlen würde - das gäbe ein hübsches Feuerwerk, denn die Reaktionen von Natrium mit Wasser kennt jeder Zehntklässler - Schwamm drüber, hier hat einmal die Politik den Wahnsinnigen unter den Technokraten auf Druck der Öffentlichkeit den Geldhahn abgedreht. Muss man alles realisieren was geht?

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