Brücken? Ich liebe Brücken!

Eine Fahrt mit Hindernissen

Etappe 2: Von Sneek nach Harlingen - wie schmal darf eine Brücke sein?

Es geht wieder los - eine Woche hat die Tremonia 2.0 in der Werft zugebracht, haben sich Lackierer, Schreiner und andere Menschen um sie gekümmert - nun können die Osterferien beginnen. Weil Ute noch auf einem Seminar weilt fahre ich schon mal alleine nach Sneek, mit der Bahn, der deutschen. Am Abend vorher besuche ich Jule in Bochum, wir gehen zusammen essen und weil ich schon mal am Bahnhof bin kaufe ich in Bochum die Fahrkarte von Dortmund-Wickede nach Sneek. Klappt wunderbar, allerdings sind für die gleiche Strecke jetzt 65 Euro fällig - hätte ich die Karte mal in Sneek gekauft...Auf jeden Fall eine gute Verbindung, nur 5 1/2 Stunden - also los. In Münster ist der Traum ausgeträumt. Die Kollegen der GDL bestreiken die Privatbahnen und heute ist ausgerechnet die Westfalenbahn dran. Und - genau - mit DER wollte ich nun eigentlich fahren. Mangels wirklich guter Alternativen wird meine Reise umgebucht, jetzt geht es über Leer und Groningen nach Sneek, meinetwegen. Dauert dann allerdings 7 Stunden.

Letzter Schultag vor den Osterferien und letzter Schultag für die Abiturienten. Und in Münster haben sich die Ex-13er irgend eines Gymnasiums gerade den Hauptbahnhof als Ort für ihre Fete ausgesucht. Und das wo hier neben mir noch hunderte anderer gestrandeter Fahrgäste herumirren. Heilloses Chaos. Ich sichere mir zwei Croissants mit Kürbiskernen und verziehe mich für eine halbe Stunde auf eine sonnige Bank zum Lesen. Schließlich hat Ute mich wieder mit der richtigen Reiselektüre ausgestattet und seit ich den mittlerwile als Taschenbuch erschienenen SPIEGEL-Bestseller in die Hand genommen habe kann ich mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Zusammen mit der Undercover-Agentin Cassandra Maddox tauche ich ab in die scheinbar so harmonische Welt einer Wohngemeinsschaft der etwas anderen Art. Sie hat eine Doppelgängerin gehabt, in dieser Kommune und als die Kollegen die Leiche finden denken alle es sei Cassandra - bis sich diese quietschfidel meldet. Und wegen der wahnsinnigen Ähnlichkeit versucht man das Experiment und schleust Cassi ein - unheimlich, spannend, fesselnd - so müssen Krimis sein.
Mein Literaturtipp: Tana French: Totengleich, erschienen als Taschenbuch bei Fischer, ISBN 978-3-596-17543-7

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