Brücken? Ich liebe Brücken!

Etappe 2: Von Sneek nach Harlingen - wie schmal darf eine Brücke sein?

Am späten Abend erreiche ich Sneek und t´Geest, das letzte Stück leiste ich mir ein Taxi, mit zwei Taschen und Computer ist es mir das Wert. Mit insgesamt 80 Euro die teuerste Fahrt - die längste und die chaotischste. Aber auf manches ist Verlass: Wie versprochen hat Lou Keikes den Schlüssel in der Bootstür stecken lassen und so kann ich sofort aufs Schiff und brauche niemanden zu stören. Tasche auspacken, Heizung einschalten und den Sekt aus dem Kühlschrank - die Ferien können beginnen. Das Boot ist fertig gepackt mit voller Versorgungslast in die Werkstatt gegangen, ich brauche also nur zu zufassen. Am nächsten Tag gibt es noch einige Gespräche, danach mache ich mich dann mit der Tremonia auf den Weg. Weg wohin? Nirgend wohin, wir treiben uns einfach ein paar Tage in und um Sneek herum, am Dienstag kommt Ute, dann wollen wir gemeinsam und ganz gemütlich wieder nach Hause schippern. Den ersten Abend verbringe ich wieder am Sneeker Meer, ganz alleine an einem der großen Anleger. Romantischer Sonnenuntergang...

...und eine saukalte sternenklare Vollmond-Nacht - es lebe die Webasto-Heizung! Den ganzen Tag über habe ich umgeräumt denn für die Handwerker mussten ja einzelne Bereich frei geräumt sein - nun ist alles wieder da wo es während der Fahrt auch hingehört. Und natürlich habe ich gelesen, das Buch fesselt mich noch immer. Aber leider, es sind nur noch wenige Seiten, die Ereignisse überschlagen sich bereits und es wird gefährlich für Cassi oder Lexie wie sie "undercover" heißt. Vorm Ablegen mache ich aber noch eine Stippvisite bei den Freunden von Yachtcharter Sneek. Es ist irgendwie komisch, wir waren dort nur die zwei Jahre zwischen den Booten Kunde, das kann es also nicht sein. Ich habe hier jedes Mal das Gefühl, wirkliche Freunde zu besuchen. Die herzliche und warme Atmosphäre, die freundliche Hilfsbereitschaft und vor allem das nette Klima in der ganzen Firma, Fritz, der sich als "deutscher Gastarbeiter" bezeichnet, Greta und Sytze die mit viel Engagement (und Erfolg) den Betrieb führen. Allein die Tatsache, dass alle selbst begeisterte Bootsfahrer sind ist bemerkenswert - und hat viele Vorteile denn die wissen von was sie sprechen. Als ich mich nach gut dreißig Minuten verabschiede, habe ich die neuen Belgien-Karten unter dem Arm, ich werde sie testen. Und ich habe schon wieder keine Fotos gemacht - ist die Zeit einfach zu schade für.

Yachcharter Sneek
Und der eigene Kanal auf Youtube

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