Sommertörn 2011 - Wir machen rüber - ab in den Osten

Etappe 3: Von Dömitz auf der Müritz-Elde-Wasserstraße MEW nach Waren

Die Sonne ist mal wieder zu Gast und es ist sofort richtig warm. Der Verkehr hält sich in Grenzen, nur wenige Boote begegnen uns auf diesem Stück.

Die Elde begleitet "ihre" Wasserstraße, seit Neustadt-Glewe läuft sie auf der linken Seite neben dem Kanal, leider nicht zu sehen. Auf der Karte kann man ihre unzähligen Mäander sehr gut sehen. Ein Schleusenmeister hat erzählt dass sie eine sehr starke Strömung hat und durch die vielen scharfen Kurven tiefe Löcher in ihrem Bett ausspült, bis zu 12 Meter seien gemessen worden.

Die Elde-Müritz-Wasserstraße führt durch das Gebiet der Neuhöfer- und Friedensmoorer Karpfenteiche. Die um 1900 hier in der Lewitz entstandenen Teiche sind heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen und wichtiges Rückzugsgebiet für Kraniche, Wildgänse und andere Wasservögel. Die ganze Lewitz steht unter Naturschutz, zum Teil seit 1938. Das einzigartige Gebiet entstand in der letzten Eiszeit und hat eine große Bedeutung als Sumpfvogelbrutgebiet. Rotschenkel, der Große Brachvogel, Uferschnepfe und Kampfläufer - sie alle haben hier gebrütet. Die DDR-typische industrielle Landwirtschaft hier in der Lewitz hat viele davon verdrängt. Nach der Wende wurden aus den Weiden wieder Sumpfflächen. Mittlerweile ist die Lewitz in Teilen als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

Die riesigen Wasserflächen dürfen nicht befahren werden, die MEW als Bundeswasserstraße durchschneidet dieses Gebiet. Während des Vogelzuges sollen hier zehntausende von Vögeln Rast machen. Das muss ein tolles Bild und ein toller Lärm sein...

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