Sommertörn 2011 - Wir machen rüber - ab in den Osten

Etappe 4: Einhand zurück nach Schwerin

Und da liegen wir dann unterhalb des Schlosses, die goldene Kuppel im Blick und nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt. Bis zwei Sekunden vor dem Klick saßen noch sieben Möven auf dem Schild, doch denen hat mein Fotografierversuch nicht gefallen. Ungelogen: Ich habe noch eine halbe Stunde hier gelauert - das Motiv kam nicht wieder. Aber so ist das ja auch ganz schön, oder? Mit den kreischenden Meeresratten wäre es auch zu kitschig gewesen, viel zu kitschig. Verdammt, trotzdem hätte ich die Viecher gerne mit drauf gehabt, aber das ist eben Fotografen-Alltag und Fotografen-Schicksal - die verpassten Gelegenheiten! Doch wir wollen ja Schwerin kennen lernen, also weiter:

Der SSV - Schweriner Segler-Verein von 1894 e.V. - ist unser Gastgeber - und das ist ein sehr guter Gastgeber. Zehn Euro für eine Nacht - normaler Kurs mittlerweile. Aber: Hier ist die Trink-Wasser-Entnahme eingeschlossen, der Club bietet kostenlosen Internet-Zugang und der Strom (2 Euro/Tag) wird auch nicht immer berechnet. Aber das ist ja nur die halbe Miete: Die Lage ist einfach ausschlaggebend denn man kommt in zehn Minuten mitten in die Stadt, zu Fuß wohlgemerkt und alles ist fußläufig erreichbar. Dazu hat man den grandiosen Blick auf den See, aufs Schloss - hier stimmt einfach alles. Dass die Hafenmeister freundlich sind ist nicht erwähnenswert, aber sie bleiben es auch bei Sonderwünschen und anderer Mehrarbeit. Fünf Sterne gibt es, mindestens! Und dann dieser Liegeplatz am Außensteg mit Blick auf Schloss und See - in jeder Beziehung einmalig. Wenig später haben wir ihn allerdings gegen einen ruhigeren Platz im "Beutel" eingetauscht haben - bei kräftigem Süd-Ost-Wind baut sich auf dem See eine schöne Welle auf der man am Außensteg natürlich ohne jeden Schutz ausgesetzt ist. Auf Dauer keine gute Wahl bei Starkwind! Bei normalem Wetter aber unbedingt zu empfehlen!!!

Und es ist ein Liegplatz mit Musik, denn auf der nahen Freilichtbühne gibt es anscheinend heute ein Konzert. Satte Bässe kommen gut am Liegeplatz an, später gesellt sich dann Gesang dazu und die Titel kenne ich zum großen Teil und bei "Wir sind vom selben Stern" singe ich mit: Ich + Ich treten live auf, nur ein paar hundert Meter vom Boot. Schöne Überraschung. Zwei Abende später ist es - festhalten: Joe Cocker den ich schon mehrmals live gehört habe Leider muss ich die Türen zumachen, es regnet wir blöd aber Cocker zieht das Konzert durch und die Leute haben es trotz der Nässe genossen, ein paar Titel bekomme ich mit: "N´Obliez Jamais" und "Unchain My Heart" schaffen es durch Wind und Regen rüber zum Steg. Ich liebe Joe Cocker!


Die andere Seite der Medaille: Blick auf den See - gibt es schönere Liegeplätze?

Dann schauen wir doch mal was uns Schwerin sonst noch so bietet - die nächste Etappe ist also eigentlich eine Hafenetappe, allerdings kommt das Boot fahren nicht zu kurz denn wir liegen ja am Schweriner See und da gab es eine Menge zu entdecken. Also, auf nach Schwerin und auf den See, aber es beginnt alles mit einem leckeren Essen....

weiter geht´s: Schwerin und Schweriner See

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |

Zurück zur Auswahlseite

Der Reisebericht ist Teil der Domain www.czierpka.de. Das Copyright liegt bei Karl-Heinz Czierpka, es gelten die im Impressum aufgeführten Grundsätze. Wir sind unterwegs mit dem Motorkreuzer Tremonia 2.0