Sommertörn 2011 - Wir machen rüber - ab in den Osten

Etappe 5: In Schwerin und um Schwerin herum

Im Zentrum des Burggartens liegt die Orangerie - heute ein sehr schickes Restaurant. Der gesamte Bereich war abgesackt, man kann die Neigung noch sehen. Schießlich hat man das gesamte Schloss kontrolliert auf tragfähigen Grund absinken lassen und so die Differenzen ein wenig ausgleichen können.

Wunderbare Farben, die Blumenpracht ist überwältigend! Interessanter ist die Tatsache dass man auf dem Dach des Säulenganges in Richtung Wasser lustwandeln kann...

...mit einem phantsastischen Blick über den See! Viele Details sind von anderen Schlössern übernommen worden, man hat halt immer schon gerne mal abgekuckt. Aber es waren auch echte Koryphäen die hier gewirkt haben, u.a. Gottfried Semper - Semper? Klar, Semper Oper und Synagoge in Dresden, daher kennt man den Namen, aber Semper war auch überzeugter Republikaner und trat während der 48er Revolution für die bürgerlichen Grundrechte ein. Hier konnte er seine beruflichen Erfahrungen einbringen als er, Angehöriger der Dresdner Kommunalgarde, Barrikaden umbauen ließ um sie effektiver verteidigen zu können. Hier in Schwerin aber ging es weniger um Verteidigung, hier ging es darum die Erfahrungen aus vielen Jahrhunderten Schlösserbau zu verwirklichen. Gerade die französische Renaissanceschlösser dienten hier als Vorbild.

Auf der Spitze ein dramatisches Standbild: Es zeigt Herakles, den kretischen Stier bändigend. Die Plastik stammt von 1853 und wurde 2001 restauriert - tolles Mannsbild dieser Herakles, packt den Stier bei den Hörnern und das ohne jede Schutzkleidung. Ich habe schon Bammel ohne Badehose im Schweriner See zu schwimmen weil ich immer an die hässlichen Gebisse der Raubfische denken muss und Herakles, dieser Held, kämpft mit der männlichen Kuh und schützt sein Gemächt nur mit einem einfachen Schal den er noch dazu ganz locker und salopp zu tragen scheint. Das war eben ein Held!

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