Pfingsten 2012 im Münsterland

Erstes Ziel: Gasthaus Peters an der Alten Fahrt Lüdunghausen. Auf dem Wasser in zwei Stunden gut zu erreichen. Ausnahmsweise braucht Ute mit dem Rad mal länger als ich mit dem Boot, sie fährt von Wickede aus gut drei Stunden. Da habe ich das erste Sonnenbad schon hinter mir. Bei Peters angekommen ist der große Steg vor dem Haus reserviert, für das gesamte Pfingstwochenende. Vier Boote haben sich angemeldet. Aber hinten am langen Privatsteg ist noch was frei und dort darf ich dann fest machen. Verborgen hinter einer großen Hecke und verschont vom Lärm des Gaststätten- und Campingbetriebes. Fein, das ist wirklich gut, zumal die Anlage verschlossen ist und man das Boot hier ruhigen Gewissens liegen lassen kann. Ein richtig guter Platz der mir da angeboten wird. Der junge Mann trägt ein schwarzes T-Shirt mit gelber Dortmund-Silhouette, am Gasthaus selbst weht die schwarz-gelbe Dortmund-Flagge die ich auch dann und wann am Boot fahre - ist das der Grund für den schönen Liegeplatz? Auf jeden Fall Grund genug für einen angeregten Dortmund-Plausch beim Pils in der gemütlichen Gaststube. Er erzählt von Vattern, der ihn immer nach Dortmund zum BVB mitgenommen hat und von den vielen Erinnerungen an diese Zeit. Ein Plausch zwischendurch, beim Luft holen, denn das Peters-Team hat ein hartes Wochenende. Jeden Tag sind Gasthaus und Biergarten mehr als voll, eine große Familienfeier gilt es auch noch auszurichten und dann wiederholt sich das übliche Sonntags-Buffet ja einen Tag später als Pfingst-Montags-Feiertags-Buffet noch einmal - das ist Hardcore denn das Haus ist jeden Tag ausgebucht. Qualität spricht sich eben herum und bei dem Wetter sitzt man nirgendwo besser als in einem lauschigen Biergarten wie der bei Peters!
Gasthaus Peters - klick mal vorbei

Im Stumpf der Alten Fahrt lässt es sich gut aushalten. Eine Großfamilie mit vielen Kindern tummelt sich im Wasser. Wie Kinder eben sind - laut und mitteilsam - können wir nach einiger Zeit des ungewollten Zuhörens die Familienstruktur recht gut entschlüsseln und im Laufe des Nachmittags müssen wir immer wieder lachen wenn sich ein weiterer Mosaikstein ins das immer klarer werdende Bild einfügt. Bald wissen wir wer mit wem auf welche Weise verwandt ist und hören eine Menge interessanter Details aus dem engen Beziehungsgeflecht der Halbwüchsigen. Auf jeden Fall eine nette Familie die viel gemeinsam unternimmt. Wie immer sind es die Mädchen die die Strippen ziehen und das Heft des Handels nicht aus der Hand geben, deren akustische Hoheit über die Alte Fahrt niemals gefährdet ist. Sie greifen ein wenn jemand bei der Zuteilung der Wasserfahrzeuge zu kurz kommt, haben aber durchaus auch ihren eigenen Spaß im Blick. Schön für Kinder in einem solchen Zusammenhalt aufwachsen zu können.

Zwei durchaus smaltalk-fähige Freunde der Familie suchen uns später in ihrem Schlauchboot auf - mit den netten Jungs entwickelt sich ein fröhliches Nonsens-Gespräch von Boot zu Boot das letzte Unklarheiten beseitigt. Für zwei kombinationsstarke Krimi-Leser wie Ute und mich ein echter Spaß, Ute als geniale Sudoko- und Logical-Löserin ist hier eher noch unterfordert.

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