Berlin - diesmal muss es klappen...

Etappe 3: Durchs Havelland - des Heiligen Römischen Reiches Streusandbüchse

Der kleine Wasserwander-Hafen Ketzin ist an jedem Abend gut gefüllt. Bei einem Liegegeld von 7,50 Euro kein Wunder. Auch der Strom ist günstig: 2,5 kWh für einen Euro - das ist in Ordnung. Einziger Nachteil: Es gibt kein Wasser, allenfalls Mini-Mengen aus dem kleinen aber modernen Sanitärgebäude. Ein städtischer Hafen, denn Ketzin ist eine Stadt! Mit etwas mehr als 3.000 Einwohner ist der Begriff "Stadt" lächerlich, selbst mit den vier angeschlossenen Klein-Orten (jeder hat einen eigenen Ortsvorsteher!) kommt Ketzin nur auf 6.500 Einwohner. Dafür gibt es ein großes Rathaus mit zwei Gebäuden, einen hauptamtlichen Bügermeister und eine komplette Stadtverwaltung inkl. Stadtplanung und Wirtschaftsförderung. Die Liste der städtischen Mitarbeiter ist lang, es gibt auch eine Kämmerin. Vielleicht sollte die mal zu uns nach Dortmund kommen. Sogar der kleine Yachthafen wird bis 20:00 Uhr von einem Mitarbeiter betreut. Beruhigend, da weiß man dann doch wo unser Soli bleibt!

Morgens leert sich der Hafen schnell, nur wenige liegen hier mehrere Tage. Dafür kommen gegen Mittag die Tageslieger für eine Mittagspause, gehen einkaufen oder in eines der Restaurants und laufen dann am frühen Nachmittag wieder aus. Ab vier rollt schließlich die Welle der Boote die für die Nacht hier festmachen. Wir haben uns an den Außensteg gelegt, unverbaubarer Blick auf die Ketziner Havel und machen hier ein paar Tage Rast.

Direkt gegenüber das Prosecco - eine Mischung aus Eis-Café, Pizzeria und "richtigem" Italiener mit guter Adresse: "An der Havelpromenade". Und die Sogliola Rustica - Seezunge auf Spinat mit Kartoffeln - ist klasse. Umgeben von einem Hauch von Pannade, mehr hätte hier auch gestört und den feinen Geschmack der Seezunge erschlagen - richtig gut! Zwei goldene Kochlöffel von mir! Vorn rechts das Hafenmeister/Sanitärgebäude.

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