Berlin - Sommertörn 2012

Etappe 5: Berlin und umliegende Dörfer

Fahrt über die Spree-Oder-Wasserstraße - mitten durch Berlin. Soll ich ganz ehrlich sein? Ich habe bei der ersten Fahrt fast nichts von der Umgebung mitbekommen, irgend wann habe ich realisiert dass wir am Reichstag vorbei fahren, irgendwann die leer geräumte Fläche bemerkt auf der einst der Palast der Republik gestanden hat. Zwischendurch habe ich drei oder vier Fotos geschossen, ansonsten nichts weiter getan als den Funk bedient und beobachtet und aufgepasst. Einige Tage später haben wir die Strecke ein zweites Mal mit Freuden an Bord befahren - da war der Verkehr etwas geringer und wir konnten sogar an der Friedrichstraße einen Platz ergattern und zwei Stunden Pause direkt am Reichstag machen. Hier sind die Bilder beider Fahrten bunt gemischt.


Innenministerium - gerade mal Zeit für ein schnelles Foto...

Ich hatte mir vorher eine Liste der Brücken mit Namen und Kilometer aufgeschrieben, die hat Ute während der Fahrt im ständigen Vergeich mit der Karte angesagt und ich habe die entsprechenden Meldungen über Funk durchgegeben.

Beide zusammen haben wir bei jeder der engen Brücken die Situation voraus besonders kritisch im Blick gehabt. Unten die Lutherbrücke bei unserer Bergfahrt. Unter der Brücke das vorausfahrende Fahrgastschiff, Ute hat sich aufs Vordeck gestellt.

Wegen einer Baustellen ist die Passage tagsüber nur noch für Sportboote mit beriebsfähiger Funkanlage gestattet - alle anderen müssen zwischen 19:00 und 09:00 Uhr fahren. Motorgetriebene Boote unter 5PS und mit Muskelkraft angetriebene Boote dürfen diesen Abschnitt ohnehin schon seit Jahren nicht mehr befahren.

Im Klartext heißt das: Man will hier nur Skipper mit Führerschein sehen und auch die müssen während der Rushour (0900 bis 1900) über Funkzeugnis und -anlage verfügen. Meine Vermutung: Diese Regelung wird auch nach Wegfall der Baustelle Bestand haben und sie ist gut so. Es ist ein derartiger Verkehr in diesem Bereich dass es wirklich eine gute Übersicht und vor allem ständigen Funkkontakt erfordert. Wir sind gegen 1600 Uhr gefahren und es war irre viel los. Das kann einem aber morgens genau so ergehen, kommt einfach darauf an wie die Fahrgastschiffe fahren - man kann Glück haben und hat Muße bei der Durchfahrt oder landet wie wir in richtig dichtem Verkehr. Allerdings: Spaß macht auch das!


Sicher nicht mit Funkanlage ausgestattet: Sportboot am Bhf. Friedrichstraße

Die vielen Fahrgastschiffe im Verein mit den engen Brücken, oftmals in Kurven gelegen machen die Fahrt nicht ungefährlich. Das Beispiel Lutherbrücke zeigt es deutlich: Das Fahrgastschiff braucht die gesamte Breite der Durchfahrt und durch die Lage in einer Kurve kann man den Gegenverkehr kaum sehen, selbst wenn man weit nach Backbord geht. Von der anderen Seite ist es völlig aussichtslos. Hier hilft nur die Meldung über Funk. Wenn hier ein anderes Schiff entgegenkommt hat man keine Chance!

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