Berlin - Sommertörn 2012

Etappe 7: Es geht wieder nach Hause ;-(((

Es ist soweit, der Mittellandkanal ist geschafft! Immerhin waren es 325 Kilometer seit der Schleuse Hohenwarthe, sechs Tage habe ich dafür gebraucht, sechs Tage mit erträglichen Tagesetappen und genügend Freitzeit so dass man sich nicht gehetzt fühlt. Es ist 10:00 Uhr, der heißeste Tag des Jahres steht uns bevor. Ich will versuchen bis spätestens gegen zwei einen Liegeplatz zu finden. Hier im Dortmund-Ems-Kanal kann man prima baden, das Wasser ist sehr klar und ich denke so ein wenig Abkühlung am Nachmittag wäre schon eine feine Sache!

Kilometer 89, freie Liegestelle, ich mache fest. Auf der gegenüber liegenden Seite lagern viele Menschen im Wasser. Hier liegen sie im Schatten der Bäume. Der Bus hält vor der Brücke und man kann diese Liegestelle mit dem Auto sehr gut erreichen. Ab 16:00 Uhr wird es dann richtig voll. Im Rundfunk warnt man vor dem Anfahren von Freibädern, alle geschlossen wegen Überfüllung, überall Verkehrschaos weil es auch keine Parkplätze mehr gibt und das alles bei der Hitze. Hier bei Kilometer 89 tummelt sich das halbe Münsterland. Auto um Auto kommt an, vor allem so ab halb vier ist es auch hier richtig voll. Klar dass die jugendlichen Autofahrer erst mal mit der aufgemotzten Karre am Kanal entlang fahren müssen, kucken wer alles da ist. Das staubt. Und ist laut, denn natürlich wird auch der neue Subwoofer präsentiert. Und echt: Einge Menschen haben einen so beschissenen Musikgeschmack! Es gibt ja bei den Kids heute Musik die würde ich meinen Lautsprechern (und meinem endgeilen Subwoofer auf dem Boot) wirklich nicht zumuten, das läuft bei mir unter "Geräusch, störend" bis "äußerst störend". Da wird nicht gesungen, da wird nur geschrieen. Oder was ich auch liebe, diese Hard-Core-Hip-Hop Musik, die Texte fangen alle irgendwie gleich an "Deine Mudda, diese Schlampe...." oder so ähnlich. Ansonsten alles nette Menschen, mit mehreren kommt man ins Gespräch, man schwimmt zusammen, es wird Ball gespielt und ich versuche mich mal wieder als Taucher.

Es sind nicht direkt Vibrationen aber irgend wie hatte ich seit zwei Tagen das Gefühl das Motorgeräusch sei rauer, stellte dann aber beim Auskuppeln fest dass es die Welle war die diesen Eindruck hervorrief. Heute, einmal im Wasser, also mal ein kurzer "haptischer Blick" auf den Propeller. Selbiger findet - ich kann ja nicht tauchen - mit dem Fuß statt. Ich kann damit den Propeller und die Welle gut erreichen und siehe da - etwas Weiches hängt an der Welle. Mit beiden Füßen versuche ich es zu packen und kann mit viel Geduld und Drehen des Propellers einen halben Tanga heraus puhlen. Mit Waschanleitung, also eher ein gemäßigter Tanga. Kann man mal sehen. Vor Jahren habe ich auf diese Weise den Propeller von Wasserpflanzen befreit. Jetzt reift der Entschluss: Ich brauche eine Taucherbrille, beim nächsten Mal wird getaucht.

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