Corona-Sommer Nummer ZWEI

Etappe 3: Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin - Teil 2 - Fahrtag 7

Nur damit das allen klar ist: ich bin unterwegs nach Berlin und habe gerade 325 Kilometer Mittellandkanal zu Berg hinter mich gebracht. Nun fahre ich weiter zu Berg und sinke gerade 19 Meter in die Tiefe - zu Berg! Diesen scheinbaren Widerspruch habe ich ja schon ein paar Seiten vorher geklärt. Schleuse Hohnewarthe - gewaltig.

Mit mir schleust ein Pärchen mit Segler, die Flic Flac - beide sind sehr langsam unterwegs. Zu Zweit kann man sich den Luxus einer Bummelfahrt leisten, Einhand ist das nicht möglich. Wenn ich fahre, muss ich Kilometer machen, denn niemand ist da, der mich mal kurz ablösen kann, der zwischendurch kocht, spült oder sonstwas tut. Darum fahre ich stur meine 12km/h und belohne mich zum Beispiel mit dem einen oder anderen Ruhetag und vor allem mit einer Mittagspause.

Rückblick auf die gewaltige Anlage. Ursprünglich sollte hier ein Doppelhebewerk entstehen, der Bau wurde noch während des Krieges begonnen, 1941 aber gestoppt. Als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit enstand neben der Magdeburger Schleuse und der Trogbrücke auch dieser Bau. Eine moderne Doppelschleuse mit Sparbecken direkt an den Schleusenkammern, alles zusammen steht auf einer 5,5m dicken Sohlplatte. Dadurch will man die großen Massenunterschiede vermeiden, die bei getrennten Sparbecken auftreten und die etwa der alten Schleuse Uelzen den Garaus gemacht haben. 45.000qm Wasser passen in eine Kammer, das sind für beide 90.000 Tonnen Wasser - in der Kammer oder in den Sparbecken. Bis auf den Schleusenverlust bleibt diese Masse auf dem Fundament fast gleich, anders als wenn die Sparbecken weit ab der Schleuse stehen, dann sind die Massendifferenzen enorm.

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