Corona-Sommer Nummer ZWEI

Etappe 3: Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin - Teil 2 - Fahrtag 10

Dann kommt sie in Sicht, die Skyline von Potsdam. Niocolaikirche und das Hotel Potsdam City. Der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht wollte unbedingt eine Sozialistische Stadtkrone - und so wurde 1967 das Interhotel eröffnet. Gerne genutzt von Geschäftsreisenden aus dem Westen, die dann abends an der Hotelbar überraschend schnell Kontakt mit gut aussehenden Damen bekamen, Damen, die alle denselben Arbeitgeber hatten. Das gesamte Gebäude soll total verwanzt gewesen sein - wer das mal googelt findet jede Menge Geschichten und Geschichtchen um das Interhotel Potsdam und die komplexe Abhörstruktur des Hauses. Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude äußerst kritisch gesehen, als Bausünde eingestuft: Günter Jauch, selbst Potsdamer, bezeichnete den Bau als Notdurftarchitektur. Aber er bleibt stehen, die sozialistische Stadtkrone bleibt Ulbrichts Vermächtnis an Potsdam.

Das wäre eine viel schönere Silhouette - ohne den Betonklotz: Nikolaikirche, Atlas, Fortuna-Tor und Landtag. Und sie wäre dem Ort angemessener, schließlich sind es nur wenige Schritte bis zum Weinberghäuschen - so jedenfalls bezeichnete der Alte Fritz Schloss Sansouci. Diese Lusthaus in Potsdam hatte der Preußenkönig höchstselbst enworfen, hier wollte er mit seinen Hunden ohne Sorge glücklich sein - Sansouci. In früheren Reiseberichten findet ihr Fotos ohne Ende und ich kann nur jedem empfehlen, sich hier einen Tag Zeit zu nehmen. Es lohnt sich! Was sagt Theo Fontane, glühender Preuße, dazu: "Grüß Gott dich Tag, du Preußenwiege, Geburtstag und Ahnherr unsrer Siege, Und Gruß dir, wo die Wiege stand, Geliebte Heimat, Havelland!"

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