Corona-Sommer Nummer ZWEI

Etappe 5: Der Werbellinsee - fast schon eine Liebeserklärung

In Joachimsthal einkaufen? Geht gut, nur ist der Weg für das Bordfahrrad fast zu weit, jedenfalls kann ich mir den Rückweg mit vollen Taschen am Lanker nicht gut vorstellen. Und es ist die einzige Mööglichkeit, hier am Werbellin die Vorräte aufzufüllen. Brötchen, Brot und Zeitungen gibt es inzwischen auch in Altenhof nahe am Yachthafen - aber alles andere nur in Joachimsthal- Stand 2021. Besser also mit gut gefüllten Backskisten anrücken! Ansonsten ist der Ort so wie viele Siedlungen in Ostdeutschland: Hauptstraße, oft eine Allee, das obligatorische Kopfsteinpflaster, ein überraschend großer Platz für die damals üblichen Aufmärsche, irgendwo ein Ehrenmal - das war´s dann. Radwege - Fehlanzeige. Die Pedalisten quälen sich in Zeitlupe über die Ruckelpiste. Sieht ja schön aus, aber im Alltag viel zu laut, Anwohner möchte ich hier nicht sein.

Interessant: der Kaiserbahnhof! Da Seine Majestät gern und oft zum Jagen in die Schorfheide kam und dies statt mit der unbequemen Kutsche lieber mit der Bahn erledigte (wahrscheinlich hatte Wilhelm eine Bahn-Card), musste ein Bahnhof her. Neben den betriebstechnisch notwendigen Einrichtungen brauchte es Räume, in denen der hohe Herr die Kleidung wechseln konnte und in denen auch die örtlichen Honoratioren auf die hoheitliche Begrüßung warten konnten.

Auch auf der Bahnsteigseite genügend Raum für jubelnde und Fähnchen schwenkende Untertanen.

Das mit den Fähnchen - vielleicht auch heute eine gute Idee. Die Bahn hält nur bei Bedarf. Und den müssen Reisende deutlich anzeigen.

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