Ein Wiedersehen - Berlin 2026 ab Zeuthen

Ein Experiment - Kuhnle Kormoran 1150

Echt jetzt? Ja, wir haben es getan!

Bericht von Karl-Heinz Czierpka

Hier ist dann doch ein Vorwort dringend nötig...

Wer mit dem eigenen Boot unterwegs ist, entwickelt naturgemäß sehr schnell ein starkes Interesse an dem jeweiligen Wassersport-Umfeld. Schon nach kurzer Zeit setzt sich die Erkenntnis durch, dass viele Skipper mit der Bedienung des schwimmenden Untersatzes hadern und oft nur durch eine glückliche Fügung des Schicksals oder durch reinen Zufall an ihr Ziel kommen, an den ausgesuchten Nischen-Poller in der Schleusenwand, zwischen die freien Dalben des Liegeplatzes oder wo auch immer hin. Es regiert die Angst um das eigene Boot und oftmals ist man und frau versucht, eine anrückende Gefahr - sprich: ein feindliches Boot im Nahbereich - durch frühzeitiges Eingreifen zu entschärfen. Das kann natürlich das Annehmen von Leinen und die helfende Hand beim Festmachen sein, manchmal sind aber auch mehr oder weniger freundliche Zurufe und Hinweise auf mögliche sinnvolle Manöver die erste Wahl. Das wird nicht immer goutiert!


Die Dahme kurz vor dem Yachthafen Zeuthen - ein wunderschönes Revier

Gerade in den Charterschein-Revieren des deutschen Ostens ist neben dem individuellen auch das kollektive Sicherheitsbedürfnis von Skippern zu beobachten. Die Gruppe der Hafenlieger versucht, schnell erkannte Defizite am Ruder eines anrückenden Bootes durch gemeinsame Aktionen auszugleichen. Da wird gewunken, erwünschte Richtungsänderungen werden durch Handzeichen übermittelt und die vermutete Gefahr final oft durch das Kommando "Alles gut, mach ma den Motor aus" besiegt.


Kleines Erinnerungsposter für die Skipper am Steuerstand der "Rostock"

Wo liegt das Problem? Die Antwort ist einfach: in den Revieren der Neuen Bundesländer sind viele Menschen unterwegs, denen verkaufstüchtige Marketingstrategen einen wichtigen Wassersport-Tourismus-Grundsatz eingeflüstert haben: Wer ein Auto fahren kann, kann auch ein Boot steuern! Die Trump-Administration würde das locker als alternative Wahrheit bezeichnen, machen wir uns ehrlich: das ist eine der ganz großen Lügen der Menschheit, nicht mehr aber auch nicht weniger. Aber viele glauben das gerne, denn es gilt wie immer der alte Spruch aller Technik-Freaks: Es muss sich bewegen oder Krach machen - und ein Boot kann beides.


Große Flotten führerscheinfreier Blockhäuser warten auf Kunden

Da wird dann so mancher Kleinjungen- oder Keinmädchentraum wahr - selbst am Ruder stehen, den Kurs vorgeben - Boot fahren - das ist eben einfach geil! Und so machen denn im Osten jede Menge Blockhausboote, viele schwimmende Gerätschaften unter 15PS und zahlreiche Charterschein-Boote die Wasserwege unsicher, die Berliner Schnauze nennt sie etwa Garagen oder Bums und Beule. Vor allem EIN Bootstyp hat sich als Synonym für ALLE diese Probleme und Ängste qualifiziert: das berühmte Bügeleisen, auch Eisenschwein oder Panzerkreuzer genannt, kurz: der Bootstyp Kormoran. Stabile, schwere Stahlboote mit charakteristischem Äußeren, zum Glück etwas untermotorisiert und daher leider ziemlich träge. In Kombination mit ungeübten und/oder unerfahrenen Crews lassen diese Boote bei Annäherung an einen Hafen den Puls aller in die Höhe schnellen.


Unser Kormoran 1150 "Rostock" an der Freundschaftsinsel in Potsdam

Dass ich nun, nach 30 Jahren als Skipper, nach mehr als 6.000 Motorstunden auf eigenem Kiel, nach vielen Erlebnissen mit den Piloten und Pilotinnen solcher Charterboote mit einem Boot vom Typ Kormoran der Firma Kuhnle-Tours unterwegs bin, hat im Freundeskreis für großes Aufsehen gesorgt. ECHT JETZT? KALLE, DU? Die Geschichte(n) davor und dahinter erzähle ich hier. Ehrlich, schonungslos, ohne jede Gnade, also alles wie immer. Freut euch drauf!


Der Skipper beim Kartenstudium vor dem Start - noch ist alles ordentlich aufgeräumt im Salon...

Kurzer, eigentlich selbstverständlicher Hinweis:
Meine Reiseberichte erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität. Es sind meine völlig subjektiven Urlaubserinnerungen, die ich für mich aufschreibe und anderen zugänglich mache. Der Bericht ersetzt auf keinen Fall das genaue Studium des aktuellen Kartenmaterials, der Gezeitentabelle und der einschlägigen Veröffentlichungen!

Es besteht die Möglichkeit, dass das Lesen dieser Seiten zu erheblichen Nebenwirkungen oder gar Kurzschlussreaktionen führt wie etwa dem Kauf eines eigenen Bootes oder ersatzweise dem spontanen Chartern eines schwimmfähigen Untersatzes. Solche irrwitzigen Aktivitäten sind mit nicht zu unterschätzenden Risiken verbunden, für die der Autor keinerlei wie auch immer geartete Wiedergutmachung oder gar Restitution (Wiedereinsetzung in den bisherigen Stand) zu leisten bereit und in der Lage ist! Daher gehört es zur selbstverständlichen Sorgfaltspflicht des Einzelnen, vor dem Klick auf einen der folgenden Links unbedingt Rücksprache mit dem Lebenspartner oder der entsprechenden weiblichen Form oder einer anderen Person des unbedingten Vertrauens zu nehmen!

Ansonsten gelten die im Impressum und in der Erklärung zum Datenschutz aufgeführten Grundsätze und Einschränkungen!

Und nun viel Spaß,

Karl-Heinz Czierpka

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