Santorini Herbst 2008

Reisebericht von Karl-Heinz Czierpka

Letzte Wanderung - wir sind unterwegs nach Pyrgos, jenem kleinen Ort auf dem Ausläufer des Profitis Elias, immerhin liegt er noch 350 Meter hoch und man hat eine erstklassige Aussicht. Kein Ort auf der Insel liegt höher! Und der Blick ist fantastisch,

Viele Häuser sind liebevoll restauriert und oder erhalten aber es gibt auch die andere Sorte, der Verfall ist an vielen Stellen deutlich sichtbar. Doch auch hier hat sich in den letzten Jahren viel getan, ist viel Geld geflossen um dem Ort seine ursprüngliche Schönheit wieder zu geben.

Der Reiseführer schreibt, die Gassen seien eng und manchmal steil - richtig, und sie sind ganz schön verwinkelt. Einmal habe ich echte Probleme Ute wieder zu finden. Allerdings: Alle orientieren sich irgendwie am Zentrum, dem Kastell, das natürlich auf der höchsten Stelle liegt.

Und dort oben gibt es Francos Café, ein Ableger der gleichnamigen Bar in Thira. Man traut sich erst gar nicht hinein, der Eingang sieht aus wie der enge Flur eines Privathauses, dessen Tür geöffnet ist. Nach rechts und links gehen "Zimmer" ab, beim ersten Mal bin ich erschrocken wieder zurück gegangen. Aber man ist richtig. Die private Atmosphäre gehört zum Markenzeichen des Betriebes.

Die Terrasse - und die macht es wirklich - erreicht man aber auch von oben. Und man ist überwältigt, der Blick geht nun wirklich in alle Richtungen. Allerdings sollte man eine Jacke dabei haben, denn es ist hier doch ein wenig windig. Während der türkischen Zeit war Pyrgos wegen seiner exponierten Lage sogar Hauptstadt der Insel.

Auf diesem intimen Balkon sitzt man erheblich windgeschützter - allerdings auf Kosten der Aussicht. Ein wirklich schönes Café, dass allein schon den Ausflug nach Pyrgos lohnt. Aber es gibt noch mehr....

...zum Beispiel die kleine Kirche Theotokaki aus dem 10. Jahrhundert - der Pope kümmert sich gerade um die Kerzen. Sonst sind kaum Menschen anzutreffen, das Dorf scheint jedesmal menschenleer, alles sieht verlassen aus. Im Reiseführer wird dafür der Mangel an Arbeitsplätzen im Ort verantwortlich gemacht - ein reines "Schlafdorf".

Noch einmal ein Blick, diesmal in Richtung Monolithos - hier wird in wenigen Tagen unsere Maschine nach Deutschland abheben, der Urlaub neigt sich unerbittlich dem Ende zu.

Tja, und mit diesem schönen Bild aus Pyrgos endet dann auch dieser Bericht - Fortsetzung folgt, vielleicht so etwa um das Jahr 2010 - wer weiß. Wenn wir gesund bleiben und weiter Spaß am Reisen behalten - genug unentdeckte Ecken hat Santorini noch zu bieten und außerdem: Auch das Wiedersehen mit bekannten Situationen ist immer wieder schön und nichts steht einer weiteren Auflage des Dauerbrenners "Wanderung von Kamari nach Perissa" im Weg...

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