Mit dem Bus geht es los - rappelvoll ist das Gefährt und wir stehen mitten drin im Gang und da der Busfahrer es natürlich mehr als eilig hat und es nur eine mehr als missverständliche Ansage gibt wird es mit dem Aussteigen schwierig - doch wir schaffen es mit leichten Verlusten - zwei von uns sind schon eine Haltestelle vorher "rausgeschmissen" worden. Wir wollen nach Mesa Gonia und Exa Gonia, in die "Toten Städte" - die soo tot gar nicht mehr sind. Im Vergleich zu unserem letzten besuch hat sich hier viel getan!

Schöne Dekoration - da lebt jemand seine völlig verschiedenen Hobbys aus, gleich neben der Bushaltestelle an der Straße von Kamari nach Thira.

Es geht bergan - hoch oben am Berg rechts die Kirche Agios Charalambours, es wird heiß heute, obwohl am Morgen dicke Wolken über der Insel lagen.

Agios Charalambours grüßt schon von weitem mit ihrer etwas aus der Rolle fallenden Dachfarbe. Wir wandern durch Mesa Gonia und Exo Gonia. Beide Dörfer haben unter dem Erdbeben 1956 am meisten gelitten.

Neues Leben aus den Ruinen - überall neue Häuser, überall wurden alte Gebäude renoviert, frisches Weiß, herrliches Blau und dazwischen all die kräftigen Farben der Blütenwelt Santorinis.

Dazwischen viele Zeichen der Vergangenheit...

..und der noch länger vergangenen Zeit.- Reste traditioneller Wohnungen in Mesa Gonia.

Mauern stützen den Berg ab, und oft werden auf diesen brüchigen Mauern, die ihrerseits wieder auf brüchigem Fels stehen Neubauten errichtet, mit viel Beton und noch mehr Gottvertrauen.

Schmale Treppe hinauf zu den kräftigen Farben...

Nach dem 56er Erdbeben wanderten nahezu alle Bewohner aus den beiden Orten ab - mehr als 50 Menschenleben kostete das Beben, über 3.000 Häuser wurden unbewohnbar. Aber wie schon gesagt - seit einigen Jahren wird der Wiederaufbau konsequent vorangetrieben. Neue Straßen sind entstanden, viele neue Häuser und überall sieht man Baustellen.

Seit Jahren gibt es auch diese schöne kleine Gaststätte mit tollem Blick hinunter auf den Flughafen, man sitzt gemütlich im Schatten einer Pergola, auch die Speisekarte liest sich sehr vielversprechend, aber irgendwie hat es nie geklappt zum Essen hier herauf zu kommen.

Das letzte Stückchen fahren wir mit dem Bus, in Thira erholen wir uns an der Caldera vom strapaziösen Aufstieg. Wunderbares Wetter mit herrlichem Blick auf die tief unter uns liegende Caldera.

Solche Stellen gibt es nicht allzu viele auf der Welt. Der Blick geht bis nach Oia! Wenn man sich vorstellt, dass dieser riesige Kessel nichts weiter ist als die Öffnung eines Vulkans, dann kann man sich vorstellen, was hier vor knapp 4.000 Jahren los war, als Santorini explodierte - und das entstand, was uns heute so begeistert! Und das war´s mal wieder - morgen startet unser Flieger, aber es wird sicher ein nächstes Mal auf Santorini geben...

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