Sommertörn 2005 - Niederlande Nord-West

Etappe 2: Über die Randmeere von Kampen nach Almere

Bericht von Karl-Heinz Czierpka

Dieser Wüstling könnte auch anders, aber so verursacht er einen ziemlichen Wellensalat, der zwei kleine Boote in arge Not bringt, als er aus dem Hafen heraus plästert und gleich den Hebel auf den Tisch knallt.

Ohne Schwell schaffte es dieser Segler, ein herrlicher gaffelgetakelter Botter mit Topp-, Fock- und Klüversegel neben dem Groß - alle Lappen drauf.

Wunderschönes Schiff mit etwas überdimensionierter Flagge - es ist die Utrecht aus Utrecht - ich kenne mich nicht so ganz genau mit den einzelnen Schiffstypen aus, aber das könnte eine Vleute sein, jener Schiffstyp, der im 17. Jahrhundert Hollands Aufstieg begründete: Schneller und mit kleinerer Besatzung zu segeln und vor allem: Höher am Wind zu segeln als die bisherigen Koggen. Schließlich haben die Holländer es mit diesen Werkzeepaard (dem Arbeistpferd auf See) erreicht, nahezu 90% des britischen Seehandels abzuwickeln - die Briten mussten sich damals ja mit den Spaniern um die Weltvorherrschaft auf den Meeren streiten und verloren dabei aus den Augen, dass die schlitzöhrigen Niederländer ihnen das gesamte Frachtgeschäft wegnahmen. Wenn zwei sich streiten....

Und dieses Bild ist dann auch eine schöne Überleitung - zur nächsten Etappe, denn mittlerweile sind wir vor Muiden angelangt, dort, wo die Vecht ins Markermeer (und damit früher in die Nordsee) mündet. Bevor wir die alte Hafenstadt jedoch anlaufen, planen wir einen kleinen Abstecher - aber wir verraten nicht, wohin.....

das tun wir erst auf der nächsten Etappe

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