Sommertörn 2005 - Niederlande Nord-West

Randmeere, Vecht, Oude Rijn, Noordhollandsch-Kanaal
Utrecht, Katwijk, Haarlem, Amsterdam, Den Helder, Cape Holland

Bericht von Karl-Heinz Czierpka

Sommer 2005 - von Rünthe aus wollen wir starten, zunächst über die Kanäle, Rhein und IJssel nach Friesland, dort wartet in Giethorn der Zijlmaker auf uns und in Marknesse die Werft, letzte Arbeiten im Rahmen der Garantie sollen erledigt werden.

Danach planen wir über die Randmeere von Kampen bis Muiden zu fahren, anschließend über die Vecht bis nach Utrecht und danach über die Hollands IJssel und den Oude Rijn nach Katwijk. Zuletzt soll es weiter in den Norden gehen - auf dem Noordhollandsch-Kanaal wollen wir bis Cape Holland - Den Helder - fahren. Auf der Rückfahrt in Richtung Kampen wollen wir dann Amsterdam einen Besuch abstatten.


Ohne Karten läuft nix - hier die kleine Auswahl für die Niederlande

Zurück nach Deutschland soll uns der Weg via Groningen und die kleinen Kanäle (Oosterdiep, Stadskanaal, Musselkanal usw.) nach Haren/Ems und von dort über Ems und Dortmund-Ems-Kanal wieder in die heimatlichen Gefilde führen.

Die Gesamtstrecke summiert sich am Schluss auf 1.160km, der Betriebsstundenzähler der Tremonia war bei der Rückkehr um 138 Stunden weitergelaufen, stolze 8,4km pro Stunde sind der Gesamtschnitt. Der 80PS Vetus hat sich 606 Liter Diesel einverleibt, nur 4,4 Liter in der Stunde! Bei den Etappen über die geschwindigkeitsbegrenzten Kanälen (9km/h, häufig nur 6km/h) lag der Verbrauch bei nur 3,2 Litern! Noch etwas mehr Statistik? Frankreichfahrer mögen lächeln, aber in den gut sechs Wochen haben wir nur 60 Schleusen passiert! Die Liegegebühren lagen zwischen 3,20 Euro (vollversorgt inkl. Strom in Musselkanaal) und 15,60 (Strom extra) in De Eemhof am Eemmeer, insgesamt belasteten sie die Bordkasse inkl. Stom und Wasser mit knapp 200 Euro, Brücken- und Schleusengelder lagen bei nur 46,35, erfreulich niedrig, denn diese Summe sind wir auch schon mal bei einem einwöchigen Friesland-Törn losgeworden.

Zur Vorbereitung wurde eine Unmenge an Material durchgearbeitet, Routen geplant, verworfen und immer wieder an Hand der Zeitachse überprüft, immerhin soll das alles in den großen Ferien ablaufen und nicht in Stress ausarten - wir haben schließlich Urlaub. Dabei wurden die wichtigen "Grundlagenwerke" aller Niederlande-Urlauber, der "Werner" und der "Fenzl" immer mit in die Überlegungern einbezogen. Ohne diese drei Bücher würde ich nicht mit dem Boot in die Niederlande fahren! Unentbehrlich und obwohl schon viele Jahre alt und arg zerfledert sind sie immer noch aktuell und vor Ort wichtige Ratgeber!


Die Klassiker von Delius-Klasing: Fenzel und Werner

Und das ANWB-ABC ist fast komplett an Bord (siehe Bild oben), dazu die Karten für die Hin- und Rückreise, also die westdeutschen Kanäle und der Rhein.

Endlich ist es soweit, es geht wieder los - die Tremonia liegt am "Ausrüstungskai" - schließlich will man nicht alles den langen Weg bis zum Steg A schleppen - so schön der Platz am Canale Grande auch sonst ist - vorn in der ersten Reihe, beim Beladen des Schiffes ist das sehr umständlich. Also wird die Tremonia für solche Zwecke an den Parkplatz verholt. Das spart viele Meter!

Alles drin, alles klar - Motor an, Leinen los - wir laufen aus....

Der Reisebericht ist Teil der Domain www.czierpka.de. Das Copyright liegt bei Karl-Heinz Czierpka, es gelten die im Impressum und in der Erklärung zum Datenschutz aufgeführten Grundsätze. Wir sind unterwegs mit dem Motorkreuzer Tremonia.

Hier geht es los...

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