
Es fing schon verrückt an - baute doch David im China-Restaurant aus den diversen Dekomaterialien unter Mißbrauch traditioneller chinesischer Ess-Werkzeuge ein original Indianer-Tipi auf, der jedem Navajo auf Kriegsfuß zuir Ehre gereicht hätte.

Morgens beim ersten Frühstück an Bord allerdings ist von solcherlei frevelhaftem Tun nichts mehr zu spüren - hier geht es nur darum, den richtigen Streusel auf das passende Brötchen zu bekommen, die Lieblingsmarmelade zu ergattern und irgendwie des Nutella-Glases habhaft zu werden. Keine Zeit für avantgardistische Experimente, ausschließlich niedere Instikte treiben das Handeln, nur der Hunger steuert das Verhalten.

Und allein zu diesem Zweck haben Ingrid, KD und Heinz-Friedrich die gigantische Einkaufsliste abgearbeitet und die Albert-Heijn-Kassiererin an den Rand der Verzweiflung getrieben - drei große Einkaufswagen füllen die Versorgungslast des Klippers - der kleine Ausschnitt zeigt schon: Gesund steht an erster Stelle - Obst, Gemüse - alles in mehr als ausreichendem Maße vorhanden! Problem bei solchen Wochenendtörns ist immer das richtige Abschätzen der Mengen, denn es gibt keine Möglichkeit der Nachbesserung. Und letztlich muss man immer damit rechnen, dass es Verzögerungen gibt und ggf. ein Imbiss mehr zu bereiten ist. Auch der Getränke-Verbrauch ist kaum im Voraus zu kalkulieren. Fünf Teilstriche mehr auf dem Thermometer und der Durst sorgt für doppelten Wasserverbrauch. Auf diesem Segment nimmt man nach gutem und störungsfreiem Törnverlauf immer vor: Nächstes Mal wird weniger eingekauft - doch das kann sich rächen!

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