Unterwegs geben wir noch einmal alles, es sind ja einige Schiffe zu überholen. Gemeinsam mit Meinhard hänge ich an der Großschot, rechts greift Arjen in die Seile - das Segel muss dichter gefahren werden.

Der Bordhund, ein elfjähriger Dalamatiner-Rüde, kommt zu Besuch. Hoch aufgerichtet geht sein Blick nach achtern, gern kuschelt er sich an und lässt sich streicheln, noch lieber würde er uns alles aus der Hand fressen. Aber davor hat uns Sander ja gewarnt, ein Vielfraß an Bord. Dafür scheint er aber ansonsten strenge Diät zu halten, deutlich zeichnen sich die Rippen ab - mir ist er zu dünn! Aber ich stehe ja auch auf Labradors, und die haben einfach mehr Masse.

Alle Jahre wieder - seit dem großen Erfolg mit der Flaschenpost auf dem Wytske Eelkje-Törn gehört das Ausbringen einer solchen Nachricht zum festen Ritual unserer Fahrten. Diesmal wirft Jan die Flasche weit hinaus aufs Meer, wer weiß, wohin Wind und Wellen sie treiben (wahrscheinlich sogar bis nach Harlingen...)

Auf Grund gelaufen? Der Segler links hat gerade die Segel herunter gerissen, das Schiff bewegt sich noch in der leichten Dünung, er winkt mit der Flagge, ein Motorboot nähert sich ihm und schleppt ihn später nach Harlingen. Aufgelaufen sein kann er eigentlich nicht, zu tief ist es hier. Sander erzählt von den vielen Seglern, die bei Maschinenproblemen um Hilfe rufen und teilweise die Küstenwache alarmieren und scheinbar vergessen, dass sie auch Segel an Bord haben....
