Auf der Suche nach dem Frühling einmal quer durchs Revier

Reisebericht von Karl-Heinz Czierpka

Etappe 4: Von Wesel mit kleinen Abstechern zurück nach Hause

Im Westen nicht Neues, denn der Stau auf der A2 gehört zu den täglichen Ereignissen und wird kaum noch in der Stauschau erwähnt - ist eben immer zäher Verkehrsfluss hier. Auf dem Kanal geht es zügig in meine Heimatstadt - doch nicht ganz so zügig, denn...

...mit der Westfalen haben wir doch ein etwas seltsames Wasserfahrzeug vor uns, zunächst merken wir nichts, aber wir werden vom Boot über Funk angesprochen, das Überholen und die Begegnung mit einem Frachter werden von dort geregelt und kaum sind wir vorbei - tauchen plötzlich seltsame Ausleger neben dem Boot auf. Mini-U-Boote mit ausgefahrenen Periskopen oder was? Das sieht schwer nach James Bond aus, doch leider kommt schon das nächste Schiff und so kann ich nicht nachfragen. Im boote-forum klärt Feddo: Die 30 Meter lange Westfalen vom WSA Rheine ist ein Messschiff und da die Breite von sieben Metern nicht ausreicht, klappt sie zwei Ausleger ab, die jeweils zehn Meter lang sind. So werden Kanäle und Flüsse vermessen und neben Fehltiefen auch Hindernisse (Autos usw.) aufgespürt. Das 1968 in Dienst gestellte Schiff ist beim WSA Rheine stationiert. Danke Feddo!

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