Im letzten Hafenzipfel werden die beiden Santa Monikas für den Sommer fit gemacht. Bald werden sie wieder zu ihren berühmten Fahrten ablegen, morgens und nachmittags für die Kaffeekränzchen und Kindergeburtstage und abends dann für die Hardcore-Disco-Tänzer - ab nach Henrichenburg. Dieses Hafenbecken hat für mich eine besondere Bedeutung, denn früher gab es am Ende eine Klappbrücke. Was habe ich mir immer gewünscht, dass die einmal hoch geht, einmal nur wollte ich das sehen bei den vielen Besuchen am Hafen mit meinem Vater, der hier Mehl und anderes Bäckereizubehör kaufte - und nie habe ich es erleben dürfen. Jetzt ist sie längst abgerissen, Vergangenheit, das Becken am Ende zugeschüttet - vorbei.

Ganz aktuell dagegen: Das Schrottzentrum, hier werden unter anderem diejenigen Schrottstücke zerkleinert, die sich allen anderen Versuchen erfolgreich widersetzten: In Sprengbunkern rückt man ihnen mit Dynamit zu Leibe und in den großen Fallbunkern wirft man mit Riesengewichten nach ihnen - Brachialgewalt eben - und die macht jede Menge Lärm und Staub - im Augenblick haben die Anwohner von der anderen Kanalseite sogar Verfassungsbeschwerde eingelegt.

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