Unterwegs in der Schleuse Herne-Ost - immer wieder ein Event der besonderen Art! Warum? Mein erstes Erlebnis mit Herne-Ost hatte ich vor vielen Jahren, das Funkgerät war neu an Bord und ich hatte mich angemeldet, mich aber in der Ankunftszeit deutlich verschätzt. Als ich meinen Fehler bemerkt und korrigiert habe bekam ich richtig Ärger. "Falsche Angabe des Ortes" war der erste Vorwurf und dann kam eine Generalabrechnung mit der Sportbootschifffahrt und den dusseligen Skippern. Donnerwetter legte der Kollege los am Funk. Anfang des Jahres dann eine ebenfalls nette Gardinenpredigt weil ich es gewagt hatte, den Herrn über Tore und Schütze daran zu erinnern, dass er mich bei der nächsten Schleusung doch mit nach oben nehmen wollte. Mein Pech: Schichtwechsel und der Kollege hatte ihm das nicht aufgeschrieben - eigentlich ja nicht wirklich mein Problem, trotzdem musste ich mir auch da eine Menge anhören so als hätte ich dem Schleuser einen unsittlichen Antrag gemacht - dabei wollte ich doch nur zu Berg.

Und jetzt? Ich melde mich an und bekomme zu hören warum ich mich nicht früher gemeldet hätte, jetzt wären schon zwei Sportboote in der Kammer und das Tor zu. Als ich darauf verwies dass mir letztlich genau an dieser Schleuse aufgegeben wurde mich erst dann zu melden wenn ich den Vorhafen vor mir hätte und zudem auf die Möglichkeit aufmerksam machte dass man Tore nicht nur schließen sondern auch wieder öffnen kann kam erneut eine Litanei an Erlebnissen die er mit den Sportbootskippern schon gehabt hätte. Der Mann muss ein Trauma erlitten haben! Da hätten sich tatsächlich welche gemeldet aus dem Unterwasser und dann hätten die zwar im Unterwasser gelegen, aber vor der Schleuse Wanne-Eickel usw. usw. Ein herrlicher Dialog. Lange Rede kurzer Sinn: Das Tor geht wieder auf und ich komme mit. Und der Skipper des Bootes vor mir - wir lagen noch oben - steigt aus und kommt zu mir und stellt sich vor: Chili aus dem boote-forum der sein neues Boot, die m2 nach Frankfurt überführt und der mir dann wenig später erzählt, dass sie schleusenmeistermäßig genau so abgebürstet wurden wie ich - weil sie "zu lange gefrühstückt" und eher zur Schleuse hätten kommen sollen - scheint gut drauf zu sein der Kollege in Herne-Ost.

Chili und Sandra fahren drei Schleusen mit mir zusammen, beide haben das Schleusen voll drauf und wenn sie jetzt noch die Bergtsrecke auf dem Rhein erfolgreich meistern hat diese Überführungsfahrt dafür gesorgt, dass sie in allen Situationen mit ihrer m2 klar kommen. Gute Fahrt! Dass die Technik den beiden gerade in der Bergstrecke einen bösen Streich spielen würde - gut dass sie es hier noch nicht wissen denn wir sprechen gerade über dieses anspruchsvolle Teilstück ihrer Heimfahrt und ich kann mangels eigener Erfahrungen hier auch nur auf das verweisen was andere mir zum Thema Bergstrecke erzählt oder geschrieben haben. Wer den te. dramatischen Bericht der Fahrt lesen möchte:
Bitte sehr, hier ist der Link!
Beim Warten erzählen wir ein wenig und dann laufen sie mit mir zuammen in Oberhausen ein, SeaLive wollen sie sich ansehen, so viel Zeit haben sie. Ich rate dringend den Gasometer nicht auszulassen. Und sie steigen dem Monstrum anschließend tatsächlich aufs Dach - und sind begeistert wie alle die schon mal dort oben gestanden haben. In ihrem Reisebericht gibt es schöne Fotos von oben - und auf einem ist sogar die Tremonia zu sehen! Schon in "Ruhr.2010-Verkleidung" und mit Urspuk-Vogel in der Plicht.

Tremonia 2.0 von gaaanz oben - Foto: Hans und Sandra, s.o.
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