Santorini Ostern 2003

Reisebericht von Karl-Heinz Czierpka

Farbige Ostergrüße von Santorin...

...denn im Frühjahr präsentiert sich die sonst trockene und nur mit spärlicher Vegetation gesegnete Kykladen-Insel im farbenfrohen Blumenkleid. Jede kleine Fläche zwischen den Steinen ist besiedelt, überall spitzen bunte Tupfer aus den Felsen hervor. Die Natur erobert sich jedes Fleckchen Erde auf der Vulkaninsel zurück.


Dunkle Wolken lagen drohend über dem Eiland, als unsere ATR 72 von Athen kommend in der Dämmerung über den unvermittelt aus der Ägäis aufsteigenden Profitis Elias einschwebte. Monolithos empfing uns mit kaltem Wind und defektem Koffer-Transportband.

In Kamari selbst überall geschäftiges Treiben, wenige Tage vor dem offiziellen Start in die Saison gibt es noch viel zu tun. Handwerker arbeiten an den Überdachungen am Strand, überall wird gepinselt, gesägt, geschraubt. Tankwagen sind geschäftig unterwegs, um die Pools zu füllen. Glücklicherweise haben aber auch die ersten Bars und Restaurants bereits geöffnet, dem Urlaub steht also nichts mehr im Wege.

Das Wetter - wir waren das erste Mal im April auf der Insel - eigentlich so locker 20 Grad erwartend - und wurden enttäuscht. Allerdings, die Einheimischen waren selbst über das Wetter (des vergangenen Winters und des Aprils) entsetzt. Ein O-Ton bei Ari: "Ich habe die Sonne 5 Monate nicht gesehen" und ein anderer (gut in den 50ern) "So war es in meinem ganzen Leben noch nicht" - Klima-Änderung oder war es wohl doch nur der Ouzo und das Mitleid mit den sonnenhungrigen Touristen, das solche zugespitzten Kommentare produzierte?

Auf jeden Fall waren wir froh, dass uns Jorgo im Hotel Elektro-Heizkörper auf die Zimmer stellte und bei der abendlichen Suche nach einem gemütlichen Restaurant gab es eine neue Forderung: Offener Kamin oder Heizung. Trotzdem war es ein schöner Aufenthalt. Wir haben jede Minute genossen, bei Regen oder Kälte nicht so ganz begeistert, aber bei Sonne um so erfreuter - hier in Akrotiri...

...auf der Terrasse des "Dolphins".

Und mal ganz ehrlich - der Irish-Coffee als Sundowner (hier in Fira, Café de Mar) schmeckt auch, wenn die Sonne sich versteckt und der Blick nicht ganz so ungetrübt ist wie im Sommer...

Doch nun soll es los gehen: Diesen Reisebericht kann man durchblättern wie ein Album - Seite für Seite. Bitte folgen Sie mir (unauffällig) und klicken Sie entschlossen

Osterwanderung nach Perissa!

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